
Wo bleibt die Interpretation - Das Perlman die 24 Caprices technisch meistert, ist unbestritten. Die Interpretation aber ist absolut gleichförmig, nichtssagend und unpaganinisch. Es gibt deutlich bessere Interpretationen.
Begnadet - Geben Sie sich und der Musik etwas Zeit und jedes Stück fasziniert auf seine eigene Weise. So vorgetragen, dass man meinen könnte, es spielt mehr als nur ein Virtuose.
platt, kalt, glanzlos - Keineswegs zu vergleichen mit den Einspielungen von Ivry Gitlis. Durch sein sehr eigenständiges Spiel, in welchem er sich zeitweise über die metrisch vorgegebenen Gesetzmäßigkeiten der Stücke erhebt, erscheint das Ganze wie eine Hymne des Selbstlobs. Es hat keinen Griff, reißt nicht mit, bleibt auf einer Oberfläche, die so plan wirkt, dass die Vermutung aufkommen mag, hier hat man nachträglich einige Unebenheiten syntetisch bereinigt. Das ist nicht der romantische Gedanke,aus dem Paganini schöpfte, sondern das kommerzialisierte Gehabe eines, der es eigentlich besser wissen müsste. Was der Reiz einer Sammlung sämtlicher 24 Capricen leuchten lässt, verdunkelt die seichte Strömung, die der Art des Vortrags innewohnt. Ein Meisterwerk wurde hier zu Kaufhausmusik.
Yngwie Malmsteen der Klassik - Also wer auf instrumentale Fingerfertigkeit und Saitenhexerei steht, kommt bei Paganinis Capricen voll auf sein Kosten.Was Yngwie Malmsteen im Bereich der Rockmusik ist, ist Paganini im Bereich der Klassik.Kaum fassbar, dass man so ewtas überhaupt in Noten fassen kann.Für mich sind diese Aufnahmn ein typisches Beispiel dafür, das Rock und Klassik bei weitem nicht so weit von einander entfernt sind, wie manche glauben.
Der Vampir mit der Violine - Paganini ist ein Meister auf der Violine, wie es ihn nie mehr auf dieser Welt geben wird.„Da er die Kombination von Arpeggien in Vierergruppen, tirolischen Terzen und dreistimmigen, der Gitarre abgelauschten Akkorden bildet den Einstieg in die Violinistische Kletterwand von höchstem Schwierigkeitsgrad. So hat einmal ein Musikkritiker die Merkmale von 24 Capricci formuliert, wobei ich nur die Hälfte genannt habe, denn ich als Laie vermag es kaum dem zu folgen was er von sich gab.Einfach ausgesagt bedeutet dies, dass 24 Capricci ein Werk ist, das nur für wenige Weltklasse Solisten zu bewältigen ist. Zusammenfassend kann ich auf jedem Fall dieses Meisterstück nur jedem dringlichste empfehlen,denn nicht umsonst wurde Nicolo Paganini schon zu Lebenszeiten „Der Vampir mit der Violine genannt.